Kombucha Fermentation vegan gesund
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Kombucha

Du kennst Kombucha wahrscheinlich bereits aus dem Supermarkt oder hast du vielleicht sogar schon mal einen selbstgemacht? Wenn dem so ist, ist dir bestimmt der Unterschied aufgefallen. Aber alles von Anfang…

Was ist Kombucha eigentlich?

Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk. Während der Fermentation entstehen wertvolle Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen sind wichtig für die Bakterienkulturen in deinem Darm.

Das Problem ist nur, dass die meisten im Handel erhältlichen Kombuchas nicht „lebendig“ sind. Das bedeutet, dass sie so behandelt wurden, dass sie ungekühlt lagerbar sind, ohne dass sich der Geschmack verändert. Dabei verliert das Getränk leider auch seinen gesundheitlichen Mehrwert.

Du kannst deinen „lebendigen“ Kombucha aber ganz einfach selbst herstellen. Das Grundrezept findest du weiter unten im Artikel.

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Warum ich jeden Tag Kombucha trinke:

Ich habe vor ca. 5 Jahren begonnen Kombucha selbst zu brauen. Der Grund dafür war, dass ich lange Zeit unter Verdauungsproblemen litt. Es fing bereits in meiner Schulzeit an. Im Unterricht konnte ich mich daher oft nur schwer konzentrieren. Und egal, wie viele Medikamente ich nahm und wie viel Kümmeltee ich auch trank, es wurde nicht besser.

Als dann nach Jahren eine Milcheiweißallergie diagnostiziert wurde, war ich richtig erleichtert. Endlich hatte ich den Grund für mein Leiden gefunden. Von dem Moment an, verzichtete ich auf jegliche tierische Milchprodukte und es ging mir besser.

Trotzdem merkte ich, dass mein Darm noch nicht zu 100% in Ordnung war. Ich machte viele Tests – darunter auch eine Magen-Darm-Spiegelung. Ohne Ergebnis…

Glücklicherweise stieß ich dann bei einem Vortrag von der lieben Fermentista Andrea auf das Getränk Kombucha. Daraufhin fing ich an, Kombucha selbst herzustellen und es dauerte nicht lange, bis ich eine deutliche Besserung meines Wohlbefindens feststellen konnte. Seit dem trinke ich Kombucha täglich.

Im übrigen ist Kombucha nicht nur super gesund, sondern auch sehr lecker. Du kannst ihn daher auch einfach des Geschmacks wegen trinken!

Falls du jetzt Lust bekommen hast, selbst Kombucha zu brauen, findest du hier ein Grundrezept für Kombucha. Um loszulegen brauchst du nur noch den Kombucha-Pilz (Scoby) in einer Kombucha-Flüssigkeit.

Woher bekomme ich den Kombucha-Pilz und „lebendigen“ Kombucha?

Ich habe meinen ersten Kombucha-Pilz von Andrea aus Wartberg (Fermentista). Sie bietet nicht nur Kombucha-Abos an, sondern macht auch spannende Workshops zum Thema Fermentation. Vor kurzem hat sie zudem ihr zweites Kochbuch veröffentlicht. Hier findest du heraus, wo du ihre Produkte kaufen kannst: Verkaufs- und Lieferoptionen (unter anderem am Südbahnhofmarkt jeden 1sten Freitag im Monat)

Falls du öfters in Wien bist, kann ich dir das neu eröffnete Bistro KRUT sehr empfehlen. Hier gibt es viele fermentierte Produkte und du kannst dir Kimchi, Kombucha und co. auch zu dir nach Hause liefern lassen.

Am bekanntesten ist vermutlich die Firma Fairment aus Berlin. Sie haben ein sehr großes Sortiment an unterschiedlichen Starterkits (von Sauerteigbrot über Kefir) und liefern dir auch fertigen Kombucha.

Welchen Tee kann ich für die Fermentation verwenden?

Verwende für die Erst-Fermentation Grün- oder Schwarztee. Ich mache gerne eine Mischung aus Grün- und Schwarztee. Am liebsten verwende ich den Gunpowder-Grüntee von Sonnentor zusammen mit dem Sir William Earl-Grey-Tee (leider nicht bio). Wenn du Earl-Grey-Tee verwendest musst du aufpassen, da hier oft Bergamottenöl verwendet wird und es sein kann, dass dein Kombucha-Pilz dieses nicht gut verträgt. Ich verwende hier daher ausnahmsweise lieber aromatisierten Tee ohne Öl.

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Kombucha

Grundrezept für dein erfrischendes Kombucha-Getränk
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gericht Drinks

Kochutensilien

  • Sehr großes Gurkenglas oder ähnlicher Behählter aus Glas
  • Große Flasche

Zutaten
  

  • 1 Kombucha-Pilz
  • 150 ml Kombucha-Getränk (nicht pasteurisiert!)
  • 9 g Tee Grün- oder Schwarztee
  • 75 g Kristallzucker
  • 950 ml Wasser

Anleitungen
 

  • Gib zuerst den Tee in das große Gurkenglas. Bring 300ml Wasser zum Kochen und gieße es über den Tee. Lass den Tee nun 8 Minuten ziehen. Entferne dann die Teebeutel und gib den Zucker in den noch heißen Tee. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, gib 650ml kaltes Wasser zu dem Teegetränk. Dadurch kühlt das Getränk schneller ab und dein Kombucha-Pilz kommt nicht in ein zu heißes Bad.
  • Jetzt kannst du den Kombucha-Pilz aus seiner Kombucha-Flüssigkeit geben und kurz unter lauwarmen Wasser abspülen. Der Pilz kommt dann in den zuvor zubereiteten Tee.
  • Zuletzt gibst du noch 150ml Kombucha-Flüssigkeit in das Gurkenglas.
    Dein Kombucha hat jetzt alles, was er braucht um fröhlich vor sich hin zu fermentieren. Damit ihn dabei keine ärgerlichen Fruchtfliegen oder ähnliches stören, gibst du ein Stück Küchenrolle über das Gurkenglas und machst es mit einem Gummiringerl fest.
  • Dein Kombucha möchte jetzt an einem vor Sonneinstrahlung geschützten Ort für ca. eine Woche fermentieren. Die Dauer ist unter anderem von der Zimmertemperatur abhängig. Koste daher ab und zu, ob die gewünschte Säure schon erreicht ist.
  • Wenn der Kombucha den gewünschten Geschmack erreicht hat, kannst du die Flüssigkeit in eine Flasche abfüllen und im Kühlschrank lagern.
    Achte aber immer darauf, dass dein Kombucha-Pilz immer in einer Kombucha-Flüssigkeit schwimmt und du immer 150ml Kombucha-Flüssigkeit für deine nächste Kombucha-Produktion hast.

Notizen

  • Achte immer darauf, dass deine Küchenutensilien (Gläser, Flaschen, Löffel…) sauber und frei von Spülmittelrückständen sind!

Wenn dir das Rezept gefallen hat und du weiter experimentieren möchtest, probiere doch mal eine Zweit-Fermentation aus. Im Internet findest du hierfür ganz viele Ideen. Mein Favorit ist die Zweit-Fermentation mit Hibiskustee.

Julia ist die Gründerin der Seite myveganhood und testet für dich seit Jänner 2021 Restaurants mit veganen Optionen. Besonders viel Wert legt sie dabei auf regionale Lebensmittel aus biologischem Anbau. Abseits von Essen liebt sie Kombucha, Tanzen und ihren Garten.

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